Aus der Geschichte lernen - Exkursion in das KZ Natzweiler-Struthof

Am Donnerstag, den 7.11.2019 besuchten wir, die 9. Klassen des Max-Planck-Gymnasiums in Böblingen, die KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof, welche ein Arbeitslager war. Wir trafen uns um 7.30 Uhr an der Schule und nach ca. 3 Stunden Busfahrt erreichten wir das KZ.

Wir waren schon etwas angespannt, da uns der Gedanke, über die Asche der ehemaligen Häftlinge zu laufen, ziemlich abschreckte, wir erfuhren nämlich kurz vorher, dass die Asche auf dem ganzen Gelände verstreut wurde. Als wir schließlich durch das Tor, welches mit Stacheldraht umschlungen war, traten, war es ein sehr komisches Gefühl, wir kannten das KZ schließlich nur von Bildern, Erzählungen oder Filmen. Sich aber in der Realität in einem KZ zu befinden, fühlte sich sehr komisch an. Nach und nach sahen und lernten wir immer mehr über die Geschichte des KZs und man konnte sich in die Geschichte hineinversetzen, auch wenn man es eigentlich nicht wollte. Die Häftlinge wurden misshandelt, zur Arbeit gezwungen und dadurch getötet. Sie mussten bei Wind und Wetter, egal wie kalt oder warm, sonnig oder nicht, unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten, abgesehen davon waren sie vom Hunger geplagt.

Wir besichtigten die Baracken, in denen sie schliefen, das Krematorium und die Gaskammer. Für uns war das Krematorium, aufgrund des Ofens, des Raumes, in dem Menschenversuche durchgeführt worden waren, und die Gaskammer am schlimmsten und hat Spuren bei uns hinterlassen.

Die Exkursion hat uns einen sehr großen Einblick in die Geschehnisse der damaligen Zeit verschafft, wofür wir der Organisatorin Frau Wörner-Holfelder und den Begleitlehrern danken möchten. Denn wir haben außerdem gelernt, dass wir uns mit dem Leben, das wir führen dürfen, und dass heute die Gleichberechtigung für alle gilt, glücklich schätzen sollten. Deshalb sollte für jeden Menschen gelten: Schätzt das, was ihr habt!