Golf als Sport

Viele denken, dass Golf kein Sport ist. Sie finden, dass man nur mit einem Schläger einen Ball schlägt und mit einem Golfcart rumfährt, dabei wissen sie gar nichts oder fast nichts über Golf. Oft verbindet man auch alte Männer mit Golf.

Doch die 14-jährige Schülerin vom Max-Planck-Gymnasium, Katharina Anglett, beweist das Gegenteil. Sie betreibt Golf als Leistungssport. Katharina sagt: „Golftraining ist nicht nur Bälle schlagen auf der Range, sondern man muss seine Muskeln und seine Ausdauer trainieren, damit man den Ball weiterschlagen kann.“ Die 14-Jährige trainiert nämlich einmal in der Woche im Olympia Stützpunkt Stuttgart, aber auch mental muss sie trainiert werden. „Meistens hat man auf Turnieren oder auf Trainingslagern einen Mentaltrainer dabei. Er trainiert einen, wie man sich nach einem schlechten Schlag verhält und weiter motivieren kann“, erzählt Katharina Anglett.

Die Schülerin des MPGs trainiert außerdem sechsmal in der Woche und hat am Wochenende Turniere. Auch in den Ferien hat sie viele Turniere. Trotzdem fallen ebenso ein paar Turniere auf die Schultage, deshalb fehlt Katharina oft in der Schule. Leider ist es dann auch schwer, sich mit Freunden zu treffen. „Viele Klassenkameraden regen sich darüber auf, dass ich wegen eines Golfturniers keine Zeit habe oder nicht in der Schule bin“, erzählt sie.  Auch für Hausaufgaben hat sie wenig Zeit, die macht sie häufig auf dem Golfplatz oder dem Weg dorthin.

Trotz alldem macht der 14-Jährigen Golf sehr viel Spaß. Die Turniere sind oft in anderen Ländern, wie zum Beispiel England, Österreich oder Italien. Dort mit der Familie oder der Mannschaft hinzureisen, ist immer ein neues Erlebnis.

Außerdem ist Katharina Anglett seit zwei Jahren im Landeskader von Baden-Württemberg und seit diesem Jahr spielt sie in der Ersten-Deutschen-Bundesliga für den Stuttgarter Golfclub Solitude.

Aber nun zu Golf: Katharina erklärt: „Als Golfspieler hast du verschiedene Schlägerarten. Zum Abschlag benutzt man den Driver, welcher die weitesten Distanzen spielt.  Dann gibt es die Hybrid Golfschläger, welche die Eisen ersetzen und eher für Anfänger und ältere Golfer sind. Die Eisen sind für mittellange Schläge von 70 m bis 180 m und es gibt Eisen von drei für große Weiten und eine flache Flugbahn bis neun für kurze Weiten mit einer hohen Flugbahn. Es gibt auch einen Golfschläger, wenn man in einem Sandbunker ist, nämlich den Sand Wedge, welcher einen hohen Bogen hat. Wenn man dann auf dem Grün ist und nur noch einlochen muss, benutzt man den Putter.“

Zeitungsartikel von Julia Liebschner und Katharina Anglett (9a)